Wasserbasiert oder Plastisol: Wie Textildruck funktioniert und worauf du beim Kauf achten kannst

Wasserbasiert oder Plastisol: Wie Textildruck funktioniert und worauf du beim Kauf achten kannst

Beim Textildruck gibt es zwei grundlegend verschiedene Farbsysteme: wasserbasierte Farben und Plastisol. Plastisol ist eine Paste auf PVC-Basis, die meist Weichmacher enthält und als Schicht auf dem Stoff liegt. Wasserbasierte Farben ziehen dagegen in die Faser ein und fühlen sich weich an. Bei GREEN SHIRTS drucken wir mit wasserbasierten Druckfarben.

Was Plastisol und wasserbasierte Farben unterscheidet

Plastisol härtet beim Trocknen als Film auf dem Stoff aus. Das ergibt kräftige, deckende Farben, aber auch einen dickeren, gummiartigen Griff, besonders bei großen Motiven. Weil die Farbe auf dem Stoff liegt, ist ein großflächiger Plastisol-Druck weniger luftdurchlässig als der Stoff selbst.

Wasserbasierte Farben verbinden sich mit der Faser. Der Druck fühlt sich weich an und wird Teil des Stoffs. Bei richtiger Pflege übersteht er viele Wäschen.

Wie wir bei GREEN SHIRTS veredeln

Wir veredeln in Deutschland, je nach Motiv und Auflage mit drei Verfahren. Details findest du auf unserer Seite Druckverfahren.

  • Siebdruck – mit wasserbasierten Druckfarben für satte, brillante Farben und scharfe Details, besonders für größere Auflagen ab 40 Stück.
  • Digitaldruck (DTG, Direct-to-Garment) – die Farbe wird direkt auf die Faser gedruckt, ohne Folie. Gut für Farbverläufe, feine Details, Fotomotive und Einzelstücke.
  • Stickerei – GOTS-zertifiziert, für Logos und Motive mit Struktur. Stickerei kommt ganz ohne Druckfarbe aus.

Worauf du beim Kauf achten kannst

  • Haptik: Ein wasserbasierter Druck fühlt sich weich an, ein Plastisol-Druck liegt spürbar wie eine Schicht auf dem Stoff.
  • Konkrete Angaben: „wasserbasierte Druckfarben“, „PVC-frei“ oder „phthalatfrei“ in der Produktbeschreibung sind prüfbare Kriterien – deutlich aussagekräftiger als ein allgemeines „umweltfreundlich gedruckt“.
  • Siegel: GOTS regelt auch, welche Farb- und Hilfsstoffe beim Färben und Bedrucken zertifizierter Textilien erlaubt sind. OEKO-TEX® STANDARD 100 prüft das fertige Kleidungsstück einschließlich Aufdruck auf Schadstoffe. Welches Siegel gilt, steht beim jeweiligen Artikel.
  • Ort der Veredelung: Steht dabei, wo gedruckt oder gestickt wurde, kannst du nachvollziehen, woher dein Shirt kommt.

Häufige Fragen

Hält ein wasserbasierter Druck genauso lange wie Plastisol? Bei fachgerechter Verarbeitung und richtiger Pflege bleibt auch ein wasserbasierter Druck über viele Wäschen farbecht. Wasche bedruckte Shirts am besten auf links und bei niedriger Temperatur.

Ist jeder wasserbasierte Druck gleich? Nein. Wie gut ein Druck aussieht und hält, hängt auch von Stoff, Vorbehandlung und Trocknung ab.

Wann ist Stickerei die bessere Wahl? Bei Logos und kleineren Motiven mit hochwertigem, plastischem Look, zum Beispiel auf Polos, Caps oder Arbeitskleidung.

Woher wir das wissen

Die Angaben zu unseren eigenen Verfahren stammen von unserer Druckverfahren-Seite. Die allgemeinen Angaben zu Plastisol und wasserbasierten Farben beruhen auf Fachwissen zur Textilveredelung sowie den Kriterien von GOTS und OEKO-TEX® STANDARD 100.

Veröffentlicht am 14.09.2026 · überarbeitet am 22.10.2026 · Autor: Niklas Astor, Gründer GREEN SHIRTS

Quellen:

  • GREEN SHIRTS – Druckverfahren
  • Global Organic Textile Standard (GOTS) – Kriterien zu Färbe- und Druckhilfsmitteln
  • OEKO-TEX® STANDARD 100 – Schadstoffprüfung für Textilerzeugnisse
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